FREITAG
13/11/2020 ab 20 Uhr

LARA HANN // WEIMAR

do you resonate?

 

Im Rahmen meiner künstlerisch-praktischen Examensarbeit habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit durch die Begrenzung auf die Mittel der Videoperformance und durch Video-Mapping ein Resonanzraum geschaffen werden kann. Aus der eigenen künstlerischen Arbeit wurde ein Resonanz-Toolkit abgeleitet, welches Schüler*innen ermöglichen soll, selbstständig einen eigenen Resonanzraum zu gestalten.

LEA MÜNNICH // WEIMAR

Innen / Außen – Einflüsse im Resonanzraum sozialer Medien

Dieser künstlerische Forschungsprozess entstand im Rahmen einer künstlerisch-praktischen Staatsexamensarbeit im Sommer 2020. Das zentrale Ziel der Arbeit ist die Wiederherstellung einer Resonanzbeziehung zwischen der personalen Identität und der Social-Media-Plattform Instagram. Dabei wird in besonderem Maße auf die Einflüsse von Filteralgorithmen eingegangen.

In einem künstlerisch forschenden Prozess wurde zunächst die virtuelle Umgebung mit ihren Vorschlägen analysiert und Parallelen zur personalen Identität der Künstlerin aufgedeckt. Dabei wurde deutlich, dass das Entfremdungsgefühl von der realen Welt und eine Resonanzverstärkung in der digitalen Welt eine Blasen-Bildung, d.h. Abkapselung des individuellen Innens vom verallgemeinerten, gesellschaftlichen Außen zur Folge hatten. 

Die Künstlerin unternahm in diesem Prozess deshalb den Versuch aus ihrer Ich-Blase auszubrechen, indem sie zunächst die algorithmische Identität bzw. Ich-Blase sichtbar und erfahrbar machte durch Collagen und ein Virtual-Reality-Environment.

Anschließend wurde der Versuch gestartet, die eigene Ich-Blase durch eine partizipative Zusammenarbeit mit Anderen platzen zu lassen. Du kannst selbst Teil des Versuchs werden, indem du deine Impulse und Assoziationen auf der zugehörigen Instagram-Seite teilst! 

 

Benutzername: lemamu_2020

Passwort: Di4l0g

FINDING ARTISTIC ATTITUDES // WEIMAR

Wege zu eigenständigem künstlerischen Handeln

 

Im Projekt wurde versucht mit unbekannten medialen Mitteln kreativ und erfinderisch sowohl in den virtuellen wie auch in realen Räumen zu arbeiten. Dabei lernten wir uns auf neue Weise zu begegnen und gemeinsam verschiedene e-Formate zu erproben. Ziel war es auch mit einfachen analogen Geräten künstlerisch-praktische Arbeit in unseren kleinen (Wohn-)räumen ins Werk zu setzen. Zur Aktivierung der Online-Kommunikation dienten kurze Wahrnehmungs-, und Dialogformate. Dadurch entstand ein Programm, bei dem sich aktive und reflexive Phasen abwechselten. Die reflexiven Phasen der wöchentlichen Onlinemeetings beinhalteten Begegnungen mit Künstlerinnen der jüngeren Kunstgeschichte und vor allem Diskussionen über aktuelle künstlerische Positionen und Haltungen: Was ist Kunst? Wie und wo entsteht Kunst? Welche Moden und Spielregeln bestimmen den Kunstbetrieb? Wie können eigene Maßstäbe gefunden werden, welche ein künstlerisches Handeln legitimieren?

Unter der Überschrift „start to work ... finding new perspectives and conditions" suchten die Teilnehmerinnen ausgehend von ihren individuellen Lebensräumen eigene Projektvorhaben, welche bis zum Ende des Sommersemesters 2020 realisiert werden sollen. Im Mittelpunkt des Projektes stand die experimentelle und konzeptuelle Arbeit am eigenen Vorhaben.

 

Mitwirkende:

Anna Cramer, Anna Lübbe-Danenaite, Natalia Chávez Hoffmeister, Simone Krüger, Celine Loesche, Josefin Schmidt, Sarah Spitzer, Katharina Stangl, Anni Wolff, Lia Ziebell

 

Lehrende:

Francis Zeischegg (verantw. für die künstlerische Praxis im LAK)

SAMSTAG

14/11/2020 ab 20 Uhr

ALEXANDRU SALARIU & SIMONE KÖRNER // NÜRNBERG

as solid as not me

 

Materie wird meist durch ihre sichtbare Grenze bestimmt. Das Ich bleibt unter meiner Haut, du hörst dort auf, wo meine Augen dich berühren können. Die meist auf das Auge eingeschränkte Erzählung der menschlichen Wahrnehmungsapparate versucht das Individuum in seinen Körpern zu ermitteln, die immer nur abgetrennt und als Einzelne existieren.

 

„as solid as not me“ ist ein Raumresonanzritual, das mit dieser Erzählung bricht. In taktilen und auditiven Resonanzerfahrungen kann ein Raum seine Bestimmung leere Lufträume einzuschließen verlieren. Architekturen wie Körper werden zu einem Nexus aus Schwingungsrelationen, das Ich ist bestimmt durch die Elemente der eigenen Überschreitung.

 

In gemeinsamen Sound-Interventionen forschen Michael Akstaller, Alexandru Salariu und Simone Körner an Technologien, „bodily tools“ zur Vermittlung verschiedener Materien und Entitäten, Innen und Außen. Resonanz als eine Technologie sich ständig in Bezug zu setzen.

 

„Der Sound schwoll an, quoll und floss in die umliegenden Räume. War man davor in einer lockeren, belustigten Art durch den Raum stolziert, so begannen nun alle zu schleichen, zu horchen, zu schauen - nur wohin?“

ANNA LÜBBE-DANENAITE // WEIMAR

I C : U C


Scheinbar nur Buchstaben, die ausgesprochen in englischer Sprache so viel mehr in sich zu tragen scheinen. Auf Deutsch sind es nur Buchstaben. Ist das nur eine Einbildung oder eine Illusion? Ich kann diese aber nur verstehen, wenn mir die Sprache geläufig ist. Wie eine Mikrogesellschaft stehen die Zeichen zusammen. Sie beziehen sich auf unsere Vorstellungskraft, auf unsere Fähigkeit Referenzen und Muster zu finden und sie verweisen auf uns, auf unsere Fähigkeiten kommunikativ und reflexiv zu sein.
Im Rahmen meiner künstlerisch-praktischen Abschlussarbeit begab ich mich auf die Suche nach unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen und deren Auswirkungen auf unser Weltverständnis. Im Medium der analogen carborundum Radierung versuchte ich mir eine tiefere Ebene – einen weiteren Raum der Erfahrung neben den der Sprache zu eröffnen. Im Akt des Auftragens und in dem des Druckens verlor ich mich als Produzentin in einer beinahe passiven Resonanzschleife. Diesen Moment versuchte ich in unterschiedlichen Realitätsebenen hineinzuweben. Vom Analogen aus begab ich mich zu einem digitalen Resonanzraum. Augmented reality (AR) bot mir die Möglichkeit auch in einer immateriellen Welt die Illusion einer haptischen Wahrnehmung zu generieren und so unsere Sinne auf die Probe zu stellen. Die Bewegung zwischen den verschiedenen Ebenen unserer Weltwahrnehmung, welche durch unsere gesprochene Sprache bestimmt wird, leitet diese Arbeit und eröffnet Raum für neue Resonanzgefüge.


9. Studentische Tagung zur Kunstvermittlung in Weimar

Resonanz 2020