TAG 2:

FREITAG, 8. NOVEMBER 2019

8:00 - Frühstück

Silo, S2.106

9:00 - Vorträge Panel I

Nicht zu fassen! Magie, Spuk, Klang & Bewegung

Silo, S1.100 | Moderation: Quang Tran

 

Die adäquate Auseinandersetzung mit Kunst erfordert häufig eine leibliche Co-Präsenz, eine Auseinandersetzung mit dem Original, dem Raum und auch den Menschen darin. Dazu zählen auch Kunstvermittler*innen. Doch im Zeitalter der Digitalisierung stellt sich unmittelbar die Frage nach der Kehrseite der ständigen Verfügbarkeit - der gleichzeitigen Abwesenheit am konkreten Ort. Wie soll ich etwas begreifen (hier wird der Prozess des Verstehens direkt mit der Berührung durch die Hand verknüpft), das ich weder sehen noch anfassen kann? Und sollte dies kein größeres Problem darstellen, welchen besonderen Wert haben dann noch das Original und die gelebte Situation? Tatsächlich sind diese Fragen nicht neu und wir wollen im ersten Panel unserer Tagung über verschiedene nicht oder schwer zu fassende Phänomene den Umgang von Kunst und (Kunst-)Vermittlung mit dem Flüchtigen, Abwesenden und Unbegreifbaren hinterfragen - und hoffentlich Erkenntnisse in Bezug auf das Digitale und die Digitalisierung daraus ziehen!

Magic Matters.

Historie spekulativer Materialien im Kontext der Gegenwartskunst

 

Michael Klipphahn (HfBK Hamburg / TU Dresden)

 

Das Phänomen des Magischen ist seit einiger Zeit verstärkt als ein kritisches Widerlager zu hegemonialen Diskursen in zahlreichen künstlerischen Positionen virulent geworden, die sich gleichzeitig den Ideen eines Neuen Materialismus zuordnen lassen – allerdings nicht im Sinne einer unreflektierten vor- oder antirationalen bzw. esoterischen Belebung...

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Quantenverschränkung und wie man allen Ernstes in Frage stellen kann, dass der Mond existiert, wenn niemand hinsieht

 

Armin Hochrainer (Universität Wien) im Dialog mit Dr. Tim Pickartz (Universität Paderborn)

 

Der Vortrag ist eine Präsentation von einigen einfachen experimentellen Resultaten in der Quantenphysik, die im Rahmen einer Tagung zur Kunstvermittlung vielleicht als Lecture Performance verstanden werden könnte. Darin wird der Versuch unternommen, zu vermitteln, was es mit dem Phänomen der Quantenverschränkung ... 

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»Three to One«

Klingende Kunst im Kontext von Großausstellungen, Sound Studies und Vermittlungspraxis

 

Joshua Weitzel (University of Edinburg)

 

»Three to One« ist der Titel einer in Kassel verbliebenen Klanginstallation der documenta 9 (1992) von Max Neuhaus. Diese Installation bespielt drei Stockwerke eines Hauses mit je einem Ton. Ganz ähnlich behandelt der Vortrag klingende Kunstwerke unter drei Gesichtspunkten. Zum einen im Hinblick auf die Anwendung in documenta-Ausstellungen...

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11:30 - Wechselwirkungen leiblicher und materieller Präsenz im urbanen AktionsRaum

Silo, S1.100 | Studierende des Seminars von Monique Breuer

 

Wo verorte ich mich im urbanen Raum? Wie verhält sich mein Körper zu seiner Umgebung und wie schreibt diese sich in meinen Körper ein? Diese Fragen waren Grundlage für ein Vermittlungsprojekt zum Thema »BieleFELD2019. Interventionen – Eingriffe in die urbanen Strukturen«. Studierende haben eigene Performances konzipiert und ihre Konzepte an Schülerinnen und Schüler in Workshops weitergegeben.

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12:00 - 15 Min. Guided Tour

Van Abbemuseum, Eindhoven

 

Als Ausklang des ersten Panels wollen wir uns etwas Kunst ansehen und auch vermitteln lassen. Das Van Abbemuseum in Eindhoven hat sich bereit erklärt, eine 15 Min. Guided Tour zu einigen Kunstwerken der aktuellen Ausstellung in Bezug auf unser Tagungsthema anzubieten. Wie wir so schnell nach Eindhoven kommen? Das lasst mal unsere Sorge sein...

Mittagspause

13:30 - Workshops

Silo, S1.100

 

Der Nachmittag kann für ein breites Angebot an Workshops genutzt werden. Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt, Anmeldung erfolgt während der Tagung in S1.100 - von dort aus geht es auch in die jeweiligen Workshop-Räume.

displaying relations

 

Miriam Schröder (HfBK Dresden) 

 

Im Display werden Verhältnisse sichtbar. Verhältnisse, welche sich in der Geschichte des Ausstellungsdisplays zwischen funktionalem Objekt, künstlerischen Sujet und Spielfeld kuratorischer Praxis immer wieder veränderten. Um diese genauer zu untersuchen, haben wir uns gefragt, welche Formen und Strukturen Displays annehmen können und welche Rolle Prozessualität und digitale Repräsentation dabei spielen können. Im Workshop möchten wir euch, die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung präsentieren und diese gemeinsam mit euch diskutieren.

 

Silo, S1.100

max. 15 Teilnehmer*innen

Die dritte Dimension in der Malerei

 

Sabine Funk (TU Dortmund) und
Ivan Iovine (Fraunhofer Institut Darmstadt)

 

Wie kann man analoge und digitale Malereien in den dreidimensionalen Raum erweitern? Welche Möglichkeiten bieten AR-Technologien in der Welt der digitalen Malerei?

Der Workshop soll Erfahrungs-möglichkeiten des Dreidimensionalen bieten. Die TeilnehmerInnen können mittels einer App auf einem Tablet zweidimensionale Bilder in 3D bearbeiten und verändern.

 

Silo, S2.101

max. 10 Teilnehmer*innen

Einverstanden! Selbstüberwindung für Anfänger*innen und Fortgeschrittene 

 

Mattias Engling (Ruhr-Universität Bochum)

 

Im Workshop wollen wir uns mit der ersten Fassung des Lehrstücks »Der Jasager« von Bertolt Brecht auseinandersetzen. Da es im Lehrstück kein Publikum gibt, kommt es nicht auf die Darstellung, sondern auf die Haltung der Spielenden an - genauer: auf ihr Einverständnis. Mit diesem brechtschen Einverständnis wollen wir in das Technologisch-Werden des Seins einüben.

 

Silo, S2.106

max. 15 Teilnehmer*innen


STICHital Room

 

Mira Falke (Paderborn) 

 

Wo sind wir hier eigentlich? Eine fotografische Erkundung des Silos soll es zeigen. Mittels des eigenen Smartphones werden verschiedene Räume, z.T. Ausstellungsräume, von den Teilnehmern fotografisch erfasst. Diese digitalen Bilder werden auf Fotopapier gedruckt und im Weiteren durch besticken über- und bearbeitet werden. Es sollen neue Möglichkeiten und Ansichten entstehen. Räume können erweitert oder begrenzt und Dinge erschaffen werden. Es soll konstruiert und experimentiert werden. Wir öffnen einen Raum, in dem alles machbar ist.

 

Silo, S4.106

max. 10 Teilnehmer*innen

3D-Druck und 3D-Scan

 

Dennis Menge (Universität Paderborn) 

 

Der Workshop gibt zunächst einen Einblick in den 3D-Druck. Dabei werden Grundlagen entlang der Prozesskette vermittelt. Im Weiteren heißt es: Hands-on! Im StudentLab3D werden Baujobs gestartet und Objekte gefertigt. Der zweite Teil des Workshops bietet einen Einstieg in den 3D-Scan. Verschiedenen Scansysteme werden vorgestellt und grundlegende Methoden der digitalen Nachbearbeitung werden vermittelt. Teilnehmende haben die Möglichkeit, Objekte zu scannen oder eine digitale Büste von sich erstellen zu lassen. USB-Sticks nicht vergessen!

 

Gebäude P4

max. 12 Teilnehmer*innen


17:30 - Gemeinsame Abreise in Richtung Kunstverein

Eingangsbereich des Silo

18:30 - Vorträge Panel II

Live und in Farbe: Relationen on- und offline

Paderborner Kunstverein, Westernstr. 7, 33098 Paderborn
Begrüßung: Dr. Alexandra Sucrow | Moderation: Lena Heller

 

Sonst hört man sie nur, jetzt bekommt ihr die Chance sie auch zu sehen. Die drei Podcasts tauschen sich live vor Ort aus - über ihre Formate, ihre Ideen und was sie da eigentlich vor dem Mikrofon machen. Verbunden durch die Tagung stellen sie sich gemeinsam zum ersten Mal der Herausforderung Live-Podcast. Sie schaffen offline Relationen im direkten Austausch, nicht nur untereinander, sondern auch mit euch. Ihr seid live und in Farbe dabei, wie sich die drei Formate on- und offline verbinden.

Bereits eine Staffel abgeschlossen und mitten in der Planung für Staffel 2: Kunststoff; noch in den Anfängen: Dr. Kunst und irgendwo dazwischen: Eintrittskarte. Die wortgewandten Sprecherinnen diskutieren die unzähligen Möglichkeiten der Kunstvermittlung und bringen diverse Sichtweisen und Erfahrungen ein. 

Wer sind sie? Wie definieren sich ihre Formate und warum machen Sie das? Wie ist all das mit der Tagung verbunden und was habt ihr damit zu tun? Seid dabei, der Eintritt ist wie immer frei!

Doktor Kunst

 

Beate Körner (Bauhaus-Universität Weimar) und Lisa Tschorn (Kunstakademie Münster)

 

Doktor Kunst ist der Podcast, in dem Lisa Tschorn und Beate Körner laut über künstlerische Forschung nachdenken. Zu zweit und mit Gästen erkunden sie Perspektiven, Probleme und Prozesse aktueller Wissensproduktion.

Dabei stehen forscherische Positionen im Mittelpunkt, die prozessorientiert arbeiten und quer zu Disziplinen liegen.

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Kunststoff

 

Ines Lange und Frauke Maria Petry (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

 

»Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von KUNSTSTOFF!« - so beginnt jede Folge unseres gleichnamigen Podcasts. Wir sind Ines Lange und Frauke Maria Petry – zwei Freundinnen und Kunstvermittlerinnen, die sich alle zwei Wochen ein Aufnahmegerät unter die Nase halten und mit viel Freude über Künstler*innen und Kultur labern. 

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Eintrittskarte

 

Alicia Jablonski (Universität Dortmund) und Lena Heller (Universität Paderborn)

 

Wir sind Lena und Alica und wenn wir uns beschreiben sollten, dann vielleicht so: geplant chaotisch, bestens unvorbereitet, manchmal abschweifend, aber immer Feuer und Flamme. 

Mit unserem Podcast versuchen wir dich mitzunehmen in Vermittlungs-situationen und Projekte, die wir erlebt, die uns berührt haben oder auf die wir gestoßen sind. 

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20:30 - After Work im Kunstverein

Paderborner Kunstverein, Westernstr. 7, 33098 Paderborn

 

Bei Getränken lädt der Kunstverein Paderborn dazu ein, die laufende Ausstellung zu besuchen, sich auszutauschen und kennenzulernen. Dort ist die Ausstellung der beiden Künstlerinnen Ulrike Möhle und Sabine Straßburger zu sehen. Sie setzen Malerei und Skulptur miteinander in Bezug und werfen damit Fragen nach deren Form auf: was ist Bild, was ist Skulptur? Neben eindeutigen Unterschieden in der künstlerischen Form treten in der direkten Korrespondenz der Werke frappierend einheitliche Ansätze im künstlerischen Verständnis hervor.

Stand: 28. Oktober 2019

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