TAG 3:

SAMSTAG, 9. NOVEMBER 2019

8:00 - Frühstück

Silo, S2.106

9:00 - Vorträge Panel III

Leben im digitalen Neuland: Netzwerke, Social Media und das Danach?

Silo, S1.100 | Moderation: Saskia Holsträter

 

Dieses Panel wirft den Blick aus einer kunstpädagogischen Perspektive auf die Möglichkeiten und Grenzen digitalisierter Kunstvermittlung, multimedialer Lernplattformen und die Relevanz und Möglichkeiten skulpturalen Handelns innerhalb einer zunehmend mediatisierten Lebensumwelt. Die Vortragenden nehmen zeitgenössische künstlerische Arbeiten in den Blick, berichten über interaktive, digitale Lernprozesse und lassen die Tagungsteilnehmer*innen Teil eines Selbstversuchs der digitalen Kunstvermittlung werden. 

Ist eine Kunstvermittlung über soziale Medien möglich? Hat die Digitalisierung innerhalb kunstpädagogischer Lernprozesse einen Mehrwert gegenüber der persönlichen Vermittlung? Wo sind die Schnittstellen? Schaffen die Kunstvermittler*innen und Lehrer*innen sich durch digitalisierte Vermittlung selber ab oder können sie multimediale Techniken sinnvoll als Unterstützung einsetzen? Sorgen interaktive Oberflächen für eine bessere Aufnahme theoretischer Grundlagen? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die praktische Arbeit von Künstler*innen aus? Diese und weitere Fragen diskutieren wir gemeinsam mit den Gästen im Anschluss an die Vorträge.

kunst:pädagogik | netz:werk

Entwicklung einer digitalen Informationsplattform

 

Dominic Dives (Bauhaus-Universität Weimar)

 

Das Projekt kunst:pädagogik | netz:werk ist im Spannugsfeld zwischen theoretischer und praktischer Arbeit verortet und stellt sich der Frage nach einer zeitgemäßer Synthese beider Bereiche. Im theoretischen Teil widmet es sich der Fragestellung, welche Schnittmengen bestehende kunstdidaktische Positionen haben. Gesucht werden Gemeinsamkeiten, ... 

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»Let's get digital« -

Ein Vermittlungsexperiment

 

Elisabeth Hecker (Paderborn) und

Filis Merit (Bielefeld)

 

Smartphones begleiten uns. Über Smartphones kommunizieren wir viele Stunden am Tag, konsumieren

Kommunikation und sind dadurch in ständiger Aufnahmebereitschaft. Wir sind Abhängige, die Neurosen entwickeln und schwerlich den konditionierten Blick einmal nicht auf das Display wagen können. Wir sind süchtig nach der ...

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Skulpturales Handeln in Lehr- und Lernkontexten einer postdigitalen Gegenwart

 

Susanne Henning (Universität Siegen)

 

Welchen Beitrag kann Kunstunterricht zur Entwicklung von Souveränität im Umgang mit den Möglichkeiten und Bedingungen einer digitalisierten bzw. mediatisierten Lebenswelt leisten? Ausgehend von einer kritischen Befragung der Relevanz skulpturalen Arbeitens im Zeitalter der Digitalisierung, die auf die PX-Serie von Dorothee Golz Bezug nimmt, ...

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11:30 - Plenum: Organisation Open Space

Silo, S1.100 | Moderation: Katharina Köster

 

Es ist uns ein zentrales Anliegen, während der Tagung nicht ausschließlich Fachvorträge zu hören, sondern wirklich eine offene Diskussion über Fragen aus dem Themenbereich »Kunstvermittlung 4.0« zu ermöglichen - egal ob sie aus den unterschiedlichen Impulsen resultieren oder ganz eigene, neue Perspektiven aufwerfen. Dazu eignet sich die »Open Space«-Methode im besonderen Maße, da alle Teilnehmenden Fragen aufwerfen und in flexiblen Kleingruppen diskutieren können. Hierfür ist der gesamte Sonntag Vormittag reserviert, den wir hier im Vorfeld strukturieren werden.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, Themenvorschläge zu machen, finden sich auf der Seite von Tag 4 unter Open Space.

Mittagspause

13:30 - Exkursionen durch Paderborn

Silo, S1.100

 

Graffitiführung durch die Innenstadt | Sven Niemann (Universität Paderborn)

Wir betrachten und diskutieren ausgewählte Urban Art im beschaulichen Paderborn. Die Digitalisierung beeinflusst diese, da die globale Vernetzung innerhalb der Szene immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sven Niemann ist Mitarbeiter im Projekt »Ingrid« und beschäftigt sich mit der Digitalisierung von Graffiti innerhalb der Wissenschaft.

 

Museumsquartier Schloß Neuhaus | Guide: Saskia Holsträter

Das Museumsquartier Paderborn mit dem Residenzmuseum, dem Naturkundemuseum, der Sammlung Nachtmann, dem Forum Junger Künstler und der Städtische Galerie liegt in der barocken Parkanlage von Schloß Neuhaus. Vor allem letztere soll als Ort der Kommunikation mit Kunst nach 1945 und zeitgenössischen Arbeiten etabliert werden.

 

Heinz-Nixdorf-Museumsforum | Dr. Doreen Hartmann (HNF) | Guide: Nicola Manitta

In Paderborn steht das weltweit größte Computermuseum. Von den Anfängen der Kommunikation bis in die Jetztzeit werden Technik und Techniken präsentiert. Es gibt ebenfalls einen kleinen Bereich zur Computerkunst. Wir erhalten eine Führung von Dr. Doreen Hartmann, einer Kuratorin des HNF.

 

Dom, Kaiserpfalz und Diözesanmuseum | Guide: Kim Kurowski

Paderborn hat eine über 1000-jährige Geschichte als zentraler Ort des Christentums in Deutschland. Durch den Domschatz und das Diözesanmuseum besteht die Gelegenheit, kunsthistorische Schätze zu bewundern. Innerhalb der Kaiserpfalz gelangen wir ganz nah an die Quelle des kürzesten Fluß Deutschlands.

 

Kleppart, Märzhase und Raum für Kunst | Guide: Lena Heller

Quer durch die Paderborner Innenstadt führt diese Exkursion zu drei kleineren Orten der Kunst. Wir besuchen eine Ateliergemeinschaft in Vorbereitung einer großen Ausstellung, den Ausstellungsraum des Faches Textil sowie eine Galerie. Es wird deutlich, dass Kunstvermittlung auch aus der Mitte einer Stadtgesellschaft heraus praktiziert wird.

17:30 - Vorträge Panel IV

Crossing the Border: Zwischen öffentlichen und privaten Räumen

Städtische Galerie in der Reithalle, Im Schlosspark 12, 33104 Paderborn
Begrüßung: Dr. Andrea Brockmann | Moderation: Lena Keller

 

Raum und Räume existieren nicht singulär und voneinander getrennt, sondern können einander überlappen oder zumindest semipermeable Grenzen aufweisen. Im vierten Panel wollen wir diese Grenzen suchen, aufzeigen und befragen. Sind öffentliche Räume für alle zugänglich? Welche Schutzräume braucht die Kunstvermittlung und wann müssen wir diese auch verlassen? Der Diskurs um Chancen und Gefahren der Social Media hat die Begriffe »Echokammer« und »Filterblase« geprägt. Aber bewegen wir uns nicht auch online darin? Welches Echo habe ich in einem Ausstellungsraum zu erwarten? Verändert sich dessen Klang im digitalen Raum? Kann ich über meinen Avatar oder ein Alter Ego überhaupt für etwas Einstein? Politisch agieren? Oder sind es gerade diese Masken, die eine Grenzüberschreitung und Auflösung zwischen der Realität und der Fiktion ermöglichen? Es geht also um Gegensätze (öffentlich/privat, geschützt/exponiert, analog/virtuell) aber auch die Möglichkeiten ihrer Auflösung. 

 

Wir sind zu Gast in der Städtischen Galerie in der Reithalle Schloß Neuhaus. Ein Ort, der einerseits Gegensätze aufzuwerfen scheint, zum Beispiel zwischen Innen- und Außenraum, historischen Gebäuden und moderner Museumstechnik, Kontemplation durch Spazierengehen und Rezeption herausfordernder zeitgenössischer Kunst und andererseits zeigt, wie diese Gegensätze sich gegenseitig beleben und Symbiosen bilden können.

Wir besuchen die Ausstellung Kunst nach 1945. Das Wiederaufleben der Moderne und die Künstlergruppe „junger westen“. Die vielfältigen Werke der zwar in einer Gruppe zusammengeschlossenen, jedoch eigenständig arbeitenden Künstler zeigt eine Verbundenheit, die trotz teilweise gegensätzlicher Arbeitsweisen wirksam wird. Hier lässt sich nachvollziehen, dass verschiedene Formen des künstlerischen Ausdrucks eine gemeinsame Haltung, die dem damals hegemonialen Diskurs – der Ideologie des Nationalsozialismus – entgegenlaufende, zum Ausdruck bringen können. Um diese zu bewahren und fortzuführen bedarf es nicht zwingend virtueller Räume und doch bietet die aktuell stattfindende Neuausrichtung der Reithalle und des Museumsquartiers Anlass zur Diskussion, wie eine Digitalisierung des Museums und der Kunstvermittlung sinnvoll eingesetzt werden kann.

Digitale Masken

Eine exemplarische Untersuchung von Masken im digitalen Zeitalter

 

Manuel Ahnemüller (Berlin) 

 

Diese Inszenierung befasst sich mit drei Definitionen von Masken und deren dualistischen Charakter. Als ein Ding von räumlicher Gestalt, sind Masken zugleich Kommunikationsmittel, wie auch zur metaphorischen Grenzüberschreitung zwischen der geistlichen und der realen Welt befähigt. Die gegenwärtigen Medien entbinden jedoch die digitale Version der Maske, ...

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Das Kunstmuseum als Ort kultureller Praxis

 

Sarah Hübscher (TU Dortmund) 

 

Der Impuls skizziert das Kunstmuseum als Ort des öffentlichen Denkens und routinierter kultureller Praktiken. Doch wann wird eine Vermittlungssituation überhaupt zur kulturellen Praxis und ab wann ist ein Museumsbesuch routiniert? Beispielhaft sollen hierzu Interaktionen, Formate sowie kollaborative Projekte ...

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Opening hours: 24/7

Der virtuelle Raum als Ausstellungsort

 

Denise Wagner (Humboldt Universität Berlin)

 

Das Medientheater ist ein Raum im Institut für Musik- und Medienwissenschaft, der Humboldt-Universität zu Berlin, der die Möglichkeit gibt Seminare, Vorträge, Kolloquien, aber auch studentische Projekte wie Performances stattfinden zu lassen. 

Das Praxisprojekt in der  Medienwissenschaft vom...

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21:00 - Party: Alle mit Allen verbunden?

Wohlsein, Brückengasse 4, 33098 Paderborn 

 

In Paderborn findet der »Honky Tonk« statt, ein Kneipenfestival mit Livemusik. Wir treffen uns im Wohlsein. Hier treten ab 21:00 Uhr Katastrov (deutscher Indie-Pop), Monako (Indie-Rock, R‘n‘B, staubiger Trap) und

Ilgen-Nur (Rock) auf. Ab Mittenacht feiert der bei Studierenden beliebte Club CUBE sein Revival im Wohlsein.

Stand: 28. Oktober 2019

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